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Markt-Update
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Mai 2026
Gewerbeimmobilien in Deutschland
Ein praxisnaher Blick auf Transaktionsvolumina, Renditen und deren Bedeutung für Investoren zum Start ins Jahr 2026

Wo steht der Markt
Der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt schloss das Jahr 2025 mit einem Gesamttransaktionsvolumen von 33,9 Mrd. € ab – vier Prozent weniger als 2024. Das Endergebnis ist moderat, doch die interne Marktdynamik ist weitaus interessanter als die reine Gesamtzahl.
Die Anzahl der Transaktionen stieg im Jahresvergleich um zehn Prozent, während das durchschnittliche Transaktionsvolumen von 32 Mio. € auf 27 Mio. € sank. „Small is beautiful“ – genau dieses Prinzip prägte das Marktgeschehen. Für Privatinvestoren und Family Offices ist das von Bedeutung: Das Segment zwischen 5 und 50 Mio. €, das historisch gesehen von großem institutionellem Kapital eher vernachlässigt wurde, bleibt aktiv und wettbewerbsintensiv.
Renditen – aktuelle Niveaus
Vier Segmente, die das Renditebild in den Top-7-Städten prägen.
Büro · Top-7
Spitzenrendite 4,9 %
Stabil nach zwei Jahren des Anstiegs während der Neubewertung von Vermögenswerten. Core- und Core-Plus-Transaktionen in Frankfurt, München und Berlin werden wieder auf diesem Niveau abgeschlossen. Der Bewertungszyklus dürfte damit abgeschlossen sein.
Einzelhandel · 1a-Lage
Spitzenrendite 4,46 %
Der Einzelhandel hat sich 2025 erholt: Das Investitionsvolumen belief sich auf 6,5 Mrd. € (+57 % gegenüber 2024). Die Nachfrage nach Objekten mit Lebensmittel-Ankermietern und großen Handelsformaten in Innenstadtlagen blieb stabil.
Die Abwicklung des Signa-Portfolios sorgte für einen erheblichen Off-Market-Dealflow zu diskontierten Preisen.
Logistik · Industrie
Spitzenrendite 4,50 %
Ein strukturell stabiles Segment. Die Nachfrage aus dem E-Commerce und von Rechenzentren stützt die Fundamentaldaten und sorgt für geringe Renditespreads gegenüber Büro-Spitzenimmobilien.
Hotel · 1,97 Mrd. €
Rückkehr von Core-Kapital
1,97 Mrd. € Investitionen im Jahr 2025 bedeuten einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren. Auslastung und RevPAR haben in den meisten Schlüsselmärkten das Niveau von vor der Pandemie übertroffen. Core-Kapital kehrt zurück.
Praktische Beobachtungen
Der Markt hat die Phase der erzwungenen Neubewertung hinter sich gelassen, doch der Zyklus der Renditekompression hat noch nicht begonnen. Die Chance liegt nicht in der Renditekompression, sondern in operativen Verbesserungen und einer gezielten Objektauswahl.
Drei Beobachtungen, die für das aktuelle Mandatsgeschäft relevant sind:
Off-Market-Dealflow
Der Refinanzierungsdruck auf Objekte, die zwischen 2019 und 2021 mit hohem Leverage erworben wurden, drängt weiterhin diskret Assets auf den Markt. Verkäufer bevorzugen Vertraulichkeit. Genau hier schafft das Mandatsmodell einen Mehrwert: durch den Zugang zu Objekten noch vor der öffentlichen Vermarktung.
Segment 5–50 Mio. €
Großes institutionelles Kapital kehrt zu Mega-Deals zurück. Der Mid-Market – unser primärer Fokus – bleibt weniger kompetitiv und bietet das bessere Verhältnis von Wert zu Komplexität bei der Umsetzung.
Regionale Diversifizierung
Neben den Top-7-Standorten rücken auch Städte der zweiten Reihe (Hannover, Dresden, Leipzig, Mainz) wieder in den Fokus der Investoren. Bei vergleichbarer Objektqualität lassen sich in gut gelegenen Regionalzentren Renditeaufschläge von 50 bis 100 Basispunkten erzielen.
Konkrete Investitionsentscheidungen erfordern eine individuelle Analyse sowie eine umfassende Due-Diligence-Prüfung.
// KENNZAHLEN · KEY FIGURES
GESAMTVOLUMEN DER TRANSAKTIONEN · DE 2025
TRANSAKTIONSANZAHL
DURCHSCHNITTLICHES TRANSAKTIONSVOLUMEN
PRIME-RENDITE · BÜROS [TOP-7]
PRIME-RENDITE · EINZELHANDEL
PRIME-RENDITE · LOGISTIK
INVESTITIONSVOLUMEN · HOTELIMMOBILIEN
ANTEIL AUSLÄNDISCHER KÄUFER
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